pflegestreik

Arbeiter*innen in der ersten Reihe: Feminismus in der Coronakrise

Online-Workshop mit Brot und Rosen / Klasse gegen Klasse
 
+++VERSCHOBEN +++ neuer Termin: Donnerstag, 28. Januar | 19 Uhr | online über Big Blue Button
 
Der Workshop richtet sich an FLINT Personen (Frauen, Lesben, trans, inter und nicht-binäre Personen).
 
Arbeiterinnen standen in den letzten Monaten in der ersten Reihe des Kampfes gegen das Corona-Virus in Kliniken und Pflegeheimen, in der Reinigung, den Supermärkten und der Lebensmittelversorgung, aber auch Zuhause in der Betreuung von Kindern. Die Bedingungen, unter denen sie dabei arbeiten müssen, sind katastrophal. Besonders schlimm war dabei oftmals die Situation von Migrantinnen, zum Beispiel in der Erntehilfe.
 
Gleichzeitig sind Arbeiterinnen auch besonders stark von den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise betroffen und sehen sich sexualisierter Gewalt in der Familie, Kündigungen, Entlassungen und immer mehr Stress bei der Arbeit ausgesetzt.
 
Welche feministischen Antworten können wir heute auf diese Krise geben? Wie schaffen wir es, dass Frauen nicht nur in der ersten Reihe gegen die Pandemie kämpfen, sondern auch gegen diese patriarchalen, rassistischen und ausbeuterischen Verhältnisse?
 
Brot und Rosen ist eine feministisch-sozialistische Gruppierung, die in 14 Ländern existiert. In Deutschland ist sie ein Projekt der Revolutionären Internationalistischen Organisation, die die Webseite Klassegegenklasse.org betreibt.
 
Anmeldung bis 10. Dezember unter kontakt@frieda-frauenzentrum.de.

 


Die etwas anderen “Adventssonntage”

Wie jedes Jahr in Deutschland dreht sich ab Ende November alles um Weihnachten und die Adventssonntage.

Dass für manche Menschen das christliche Weihnachtsfest keine Bedeutung hat, aus persönlichen, religiösen und/oder kulturellen Relevanz Gründen oder weil es keine weiteren Personen gibt, mit welchen die Weihnachtszeit verbracht werden könnte, rückt dabei oft in den Hintergrund.

Die Weihnachtszeit ist außerdem schon seit längerem zur Konsumzeit des Jahres geworden. Die Kommerzialisierung bedeutet noch mehr Stress als eh schon im restlichen Jahr zum Beispiel durch den Druck von Außen, durch die Suche nach Geschenken und bei dem Blick auf dessen Preisschild. Auch wird nicht selten vergessen, dass das Fest auf Kosten anderer und auf Kosten der Umwelt geschieht. Dieses Bewusstsein kann zu einem inneren Konflikt und somit zu noch mehr Stress führen. Am besten wird dann die letzte Chance im Jahr genutzt um das eigene Gewissen zu reinigen und noch schnell etwas Geld oder Zeit gespendet.

Bei Frauen* die Weihnachten mit ihrer Familie feiern kann der Druck in dieser Jahreszeit unerträglich werden. Es wird die Anforderung gestellt, dass leckereres Essen in der Küche zubereitet wird, dass die ach so glückliche Familie zusammengebracht und noch glücklicher gemacht werden muss und das somit die bestehenden Probleme vergessen werden sollen. Die aktuelle Situation mit dem Coronavirus kommt dieses Jahr noch dazu.

In der sogenannten Adventszeit wird kein Platz für Gefühle wie Traurigkeit, Wut gelassen, sowohl in der Familie als auch in der Gesellschaft. Was im restlichen Jahr geschehen ist, soll bei Seite geschoben werden, hauptsache das Weihnachtsfest ist gerettet!

Warum sollte es den Menschen auf einmal gut gehen, obwohl sich an ihrer Situation nichts verbessert hat? Inwiefern reicht es aus, sich nur am Ende des Jahres ehrenamtlich zu engagieren und Solidarität zu zeigen?

Wir von FRIEDA haben die Aufmerksamkeit der Adventssonntage für uns genutzt, um eine Alternative zu den sonstigen Weihnachtsangeboten und einen Raum des Austauschs für FLINT* Personen bieten zu können. Hierfür möchten wir unsere online-Veranstaltungsreihe zu den “Adventssonntagen” nutzen um weiterhin den kritischen Blick nicht zu verlieren.